Die Weihnachtsfeiertage sind vorbei. Heiligabend, diesmal eine Premiere, sie feierte alleine, nur ihr Kater Jules war da. Ihre letzte Beziehung beendete sie im Sommer. War nix, zu mühsam und keinen Flow gefunden. Es war Zeit für Veränderung, es war Zeit für ein neues Jahr. Nur noch ein Tag bis Neujahr 2026.
Der Vormittag ist für den Einkauf reserviert. Am Abend haben sich Gäste angesagt. Friends of ROSEMARIE. Friends? Natürlich. Catharine darf dabei nicht fehlen. Die ewige Single-Frau. ROSEMARIE blickt auf ihr Handy. Wo bleibt sie. Weitere 10 Minuten, Catharine ist da. Ab ins Auto, das Einkaufscenter wartet.
Details für den Abend werden im Auto besprochen. BBQ unter Sternen lautet das Motto. Überschrift schnell in die WhatsApp Sylvester-Gruppe gepostet – Bing. Fleisch wird vom Grillmeister persönlich organisiert, Max läßt da nichts „anbrennen“ – nur ausgesuchte Stücke dürfen auf den Rost.
Die Getränke sind „Ladies like“. Und wie sie bereits erahnen können, Catharines Aufgabe. Sie manikürt mit einer Gelassenheit ihre Fingernägel am Beifahrersitz. ROSEMARIES Nerven werden zunehmend angespannter. Ein Blick zu Catharine. Blickkontakt. „Ich sollte mit der Einkaufsliste beginnen“. Catharine hat verstanden.
Der Einkaufswagen füllt sich. ROSEMARIE ist zufrieden. Jetzt noch ein paar Flaschen Wein. Das Regal mit den Rosé Weinen sieht wie nach einer Plünderung aus. Catharine sucht nach einem bestimmten Rosé. Das Regalfach ist leer. Die haben keinen ROSEMARIE mehr. Verdammt. Die Regalbeauftragte zuckt nur mit den Schultern. „Davon hatten wir nicht viele Flaschen“. Und jetzt? „Nehmens einen anderen, der hier ist im Angebot“. Na toll, die Überraschung für ROSEMARIE fällt ins Wasser.
ROSEMARIE und Catharine sind mit den Vorbereitungen für den Sylvester-Abend fertig. Im Wintergarten herrschen wohlige Temperaturen und im Garten steht der große Griller bereit. Die Getränke stehen auf dem Tisch im Garten, feinsäuberlich sortiert. ROSEMARIE nippt an ihrem Glas, es ist wieder fast leer. „So gut wie der ROSEMARIE, den du mir zu Weihnachten gebracht hast, ist der nicht“. Aber „Fliegen und Teufel“, sie wissen schon. Die ersten Gäste trudeln ein. ROSEMARIE verspürt ein kleines „Damenspitzerl“. Sie merkt es an ihrem flockigen Gang. Nach und nach füllt sich der Wintergarten. Das Feuer im Griller wirft ein rotes Licht in die Dunkelheit. Die ersten Probe-Stücke werden auf den Rost gelegt. Aus den Musikboxen dringt Dancefloor-Musik. Die ersten Hüften beginnen zum Takt zu wippen. Der Abend verspricht Fröhlichkeit, so wie es ROSEMARIE mag.
Alle da – wo ist Enzo? Und der heißt wirklich so, also fast, geboren als Vincenzo, kommt aus Neapel und macht gerade sein Praktikum in Österreich. ROSEMARIE hat ihn vor Wochen kennengelernt. Nähere Details gibt es in einer anderen Geschichte (Anm. die Redaktion). Italiener kommen immer zu spät, aber nach weiteren 10 Minuten ist auch er eingetroffen. ROSEMARIE strahlt beim Eintreffen von Enzo, nicht nur weil er eine Augenweide ist, sondern weil er eine rosarote Tragetasche in der Hand hält. „Habe ich dir mitgebracht, direkt vom Weingut geholt.“ Danke. Eine ROSEMARIE – der fehlte noch an diesem Abend. Catharine eine ROSEMARIE!
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